Väter und Söhne

Sind andere Väter mit ihren Söhnen auch mal draußen in der Natur? Springen sie mit ihnen über Felsbrocken? Teilen sie intensive Momente mit ihm?
Diese Fragen stellten sich mir, als ich heute mit meinem Sohn an der Ostsee über aufgeschichtete große Felsbrocken lief, die dort als Küstenschutz liegen. Mit „lief“ meine ich wirklich laufen, nicht gehen. Mein Vater tat das schon mit mir als ich klein war. Heute tue ich das mit meinem Sohn. Ich habe es damals geliebt. Mein Sohn ist heute begeistert. Mich erstaunt immer wieder, wie wenig, ja eigentlich nichts, es braucht, um meinen Sohn gücklich zu machen. Mit glücklich meine ich ausgeglichen, freudig, erregt und zufrieden. Kein Ninjago Spielzeug schafft das. Draußen sein, mit nichts, außer dem was da zu finden ist, macht das jedes Mal. Dieses Erleben habe ich mit ihm am Meer, im Wald und eigentlich immer da, wo wir es Natur nennen. In Parks weniger, aber auch schon in diese Richtung.

Mich beschäftigen in diesem Zusammenhang die Spielzeugberge, die mein Sohn in seinem Zimmer angehäuft hat. Fast das gesamte Spielzeug meiner Kindheit besitze ich heute noch, habe es aufgehoben für eigene Kinder. Es liegt, noch nicht wieder angerührt, in der alten Mitgiftkiste meiner Oma, auf dem Dachboden. Wenn ich die Menge des Spielzeugs in der Kiste mit der meines Sohnes vergleiche, dann stelle ich fest: Er besitzt mit 6 Jahren ca. 10 Mal mehr Spielsachen, als ich in in meiner gesamten Kindheit angesammelt habe. Da frage ich mich doch: Bin ich eigentlich völlig irre? Ständig verlangt er nach Neuem und ich lasse mich nur zu gerne breitschlagen. Klar, ich fand es echt beeindrucken, wie er mit 5 Jahren bereits, für 5!!! Stunden völlig versunken mit dem Zusammenbauen von einem riesigen Legofarzeug war, welches eine Altersngabe 8 – 14 hatte. War der Weihnachtsman da wirklich weise?

Und jedes Mal, wenn ich mit ihm am Strand bin, er nur eine Schaufel, ein Eimer und ein kleines Netz am Stiel dabei hat, erlebe ich das Gleiche: er ist „weg“, für Stunden, nur beschäftigt mit dem, was er findet.
Der Unterschied? Nach einem Strandtag ist er ausgeglichen und auf eine Art glücklich, wie Lego es nicht schafft. Nach einem Lego-Marathon erlebe ich ihn völlig aufgekratzt und überdreht. Nach einem Strandtag futtert er Abends Mengen, ist glücklich müde und schläft am nächsten Tag ne Stunde länger um dann wieder glücklich aufzuwachen.

Ich schäme mich, weil ich meinem Sohn sowas nicht viel häufiger „gönne“. Klar, es sind immer erst mal Widerstände zu überwinden, wenn ich mit ihm raus will. Aber meine Beharrlichkeit wird immer belohnt. Auch wenn er erst mal mault und nicht raus will, ist er nach 10 Minuten draußen wie ausgewechselt und kaum noch zu bremsen in seinem Entdeckungsdrang. Und aufhören will er dann auch nicht mehr. Ich erinnere mich dann an meine Kindheit, als ich es war, der sich so sträubte und mein Vater fest blieb und mich dann mitnahm, nach draußen, an den Strand, in den Wald. Wie schnell ich alles andere vergessen hatte und wie sehr ich es dann liebte „draußen“ zu sein. Komischerweise wiederholte sich dieses Spiel immer wieder, obwohl ich doch jedes Mal die Erfahrung machte, wie recht mein Vater doch damit hatte, mich mitnehmen zu wollen.

So geht es mir heute mit meinem Sohn. Der Lerneffekt liegt vermutlich nicht nur in dem Erleben in der Natur, sondern auch noch in dem, was zwischen uns beiden passiert. So kann ich mir den Sinn dieses merkwürdigen Spieles erklären.

Was machst du mit deinem Sohn? Ich jedenfalls bin darüber zu dem Punkt gekommen, daß es mehr Verantwortung und auch Disziplin von mir braucht, den Berg der Spielzeuge nicht mehr in dem rasanten Maße ansteigen zu lassen, wie bisher. Vielmehr braucht es ein Angebot von mir, Alternativen zu schaffen, welche, von denen ich weiß, daß sie wirklich glücklich machen. Ich bin für meinen Sohn verantwortlich…. und für mich. Was will ich wie leben? Welche Werte weitergeben und vorleben? Vatersein hat sehr viel mit Wachsen zu tun, mit dem von meinem Sohn und auch von mir. Mein Sohn wird von alleine wachsen, um meines muß ich mich verantwortlich selber kümmern. Boah ey, das auch noch? Ja!

Unsere Dramen in der Liebesbeziehung

Unsere Dramen sind unsere Lügengeschichten, die wir uns und unserem Partner erzählen.

Keine Heimlichkeiten, keine Geheimnisse  = keine Dramen

Das Drama generiert sich aus all den Sachen, die wir nicht sagen, die wir verschweigen – aus Angst sich zu zeigen, aus Angst vor Ablehnung, Angst vor Liebesverlust und aus Angst vor all den Gefühlen, die damit zusammenhängen.

Alle Dramen, die wir inszenieren, haben ursächlich damit zu tun, daß wir nicht in der Lage waren, unsere Wünsche zu kommunizieren, Gedanken zu äußern oder unsere Phantasien zu erzählen, oder alles zusammen.

Alles was wir geheim halten, was wir nicht erzählen – obwohl es ein Instanz in uns gibt, die um die Unehrlichkeit weiß – wird früher oder später auf irgendeine Weise ein Drama, einen Konflikt in unserer Beziehung erzeugen.

Der einzige mir bekannt Weg, eine erfüllte und wirklich nahe Beziehung zu führen, ist der Weg der völligen Offenheit, mich ganz zu zeigen, mit ALLEM was in mir ist.

The book of love – der Weg der Liebe

Den Weg der Liebe gehen bedeutet, los zu lassen von allen Wünschen, allen Phantasien, allen Gedanken, wie mein Partner/meine Partnerin zu sein hat und was er/sie alles tun muß, damit ich glücklich bin.

Den Weg der Liebe gehen bedeutet, sich mit allen Wünschen, allen Phantasien, allen Gedanken absolut ehrlich zu offenbaren, wirklich nichts zu verschweigen, sich völlig nackt zu machen. Alle Wünsche, alle Phantasien, alle Gedanken zu hören, zu lauschen, alles zuzulassen.

Den Weg der Liebe gehen bedeutet, immer den Weg zu suchen, der das beiderseitige JA hat und mit diesem JA zu gehen.

Den Weg der Liebe zu gehen bedeutet in Hingabe zu sein, an dieses JA. Und dieses JA kann jeden Wunsch, jede Phantasie jeden Gedanken enthalten – oder etwas ganz anderes, was ich man noch gar nicht kennt.

Dieses JA ist die Hingabe an das Leben, an meine Frau / meinen Mann, dieses JA verletzt niemanden und schreibt das Buch der Liebe immer neu, denn ALLES ist möglich – aber nichts muß möglich sein, damit ich glücklich bin.

Der Fluß der Liebe diskutiert nicht, er liebt und gibt.

DAS ist die Wahre Freiheit in einer Liebesbeziehung.

Auf dem Weg zur Kreuzigung gestolpert? Glückwunsch, endlich aufgewacht?

 

Was hier so provokant klingt, ist für viele bittere Realität. Das Leben ist ein Mühsal, bringt keine Freude mehr, man schleppt sich so durch, steht jeden Morgen mit dem gleichen miesen Gefühl auf, in der Beziehung läuft schon lange nichts mehr, der Job macht keinen Spaß und und und…

Und Du?

Wie erlebst du dein Leben? Hast du das Gefühl, dass etwas anders werden muss?

Dann hilft dir vielleicht folgendes Zitat:

Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird, ich weiß nur, dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll.

Wenn dich die Überschrift angesprochen hat, dann stehst (oder liegst) du vielleicht genau an dem Punkt: gestolpert und (endlich?) aufgewacht. Hoppla! Was mache ich da eigentlich mit meinem Leben? Was lasse ich mit mir machen? Und die vage Ahnung: auf diesen Weg, ans Kreuz genagelt zu werden, habe ich mich selbst gebracht, ich gehe ihn selbst und ich selbst werde es sein, der den Nagelhammer schwingt.  Eine gewagte These! Aber oft bitterer Ernst, den du vielleicht so erlebst.

Wie kommst du da raus?

„Ganz einfach“ könnte ich jetzt weiter werben, aber das wäre nicht fair und ein hohles Versprechen.

„Ganz einfach“, „mal eben schnell“, „mal kurz“ habe ich persönlich noch nie erlebt.

Denn das, was mich auf meinen persönlichen Weg zum Kreuz schickt, habe ich in jahrelanger „Arbeit“ selbst erzeugt. Und das verschwindet nicht „mal eben schnell“.

Was kannst du tun?

Glückwunsch, du hast schon was getan, den möglichen ersten Schritt: Du hast bis hierhin gelesen.

Wenn du möchtest, wenn du es wirklich willst, dass etwas anders wird in deinem Leben, dann wirst du etwas tun müssen, beharrlich sein, dich fokussieren, dir selbst treu sein (werden?). Du kannst beginnen, dich mit dir selbst zu beschäftigen und wie du das anstellst, dass du auf genau diesem Weg bist. Du kannst beginnen, auf deine persönliche Forschungsreise zu gehen und herausfinden, was es ist und woher es kommt, dass du scheinbar wie hypnotisiert immer wieder das Gleiche tust.

Der wirkliche Wahnsinn ist, dass wir immer wieder das Gleiche tun, was uns dahin gebracht hat, wo wir sind, aber ein anderes Ergebnis erwarten.

Was kann ich für dich tun?

Ich kann dich unterstützen, deinen Weg zu gehen, oder ihn überhaupt zu finden, kann dir helfen zu erkennen, dich selbst zu erkennen. Da geht es los, dass etwas anders werden kann.

Du kannst meine Zeit buchen und in dieser Zeit bin ich vollkommen für dich da. Ich habe ein Repertoire an Möglichkeiten, dir zu begegnen.

Und wenn du einfach nur einen anderen Standpunkt möchtest, kann ich dich zu folgenden Themen beraten:

  • Männersachen
  • Vater sein, oder -werden
  • Liebesbeziehung/Partnerschaft

Ich habe einen großen Erfahrungsschatz zu diesen Themen, den ich gerne weiter gebe und kaum ein „weltliches“ Thema ist mir fremd.

Hinweis: Ich therapiere nicht und mein Coaching ersetzt auch keine Therapie.

Ein erstes kurzes Telefongespräch zum gegenseitigen „Beschnuppern“ ist kostenlos. Wenn du einen Termin bei mir buchen möchtest, dann kostet eine Stunde 85€. Das geht „live“ im Roten Salon in Bremen, per Skype oder Telefon.

Ich freue mich auf dich!

Basis meiner Arbeit

EFC – Emotional Feedback Coaching